Leisetreter -
Der Gehörschutz-Blog

Todesursache Lärm

Blogbeitrag gepostet am 04.12.2015

Straßenlärm

Er begleitet uns alltäglich und ist leider aus vielen Leben nicht mehr wegzudenken – der Lärm. Sobald Sie in einer größeren Stadt wohnen, sind Sie es gewohnt rund um die Uhr von Autos, Lkws, Bus, Bahn oder Flugzeugen beschallt zu werden. Die WHO hat eine Studie veröffentlicht und darin gezeigt, dass die Lärmbelastung für den europäischen Raum viel zu hoch ist und zu vielen Herzerkrankungen führt. Für uns als Gehörschutz-Shop eine wichtige Studie, die wir uns einmal näher angesehen haben:

Lebensraum wird immer lauter

Der menschliche Körper reagiert negativ auf die Dauerbeschallung und braucht ab und zu eine Pause vom täglichen Krach. Viele Menschen leiden unter den Folgeerscheinungen, die der Lärm mit sich bringt. Sie klagen über Schlafstörungen oder Gereiztheit. Im schlimmsten Fall führen lärmvolle Umgebungen zu Herzerkrankungen oder gar Herzinfarkten. Mittlerweile werden von vielen Umweltbehörden mehr Bemühungen für die Lärmvermeidung gefordert. Immer mehr Menschen schützen sich selbst mit Gehörschutz vor dem Krach, weil die Umgebung immer lauter wird. Die WHO fordert, die EU müsse sich darum bemühen, die Geräuschkulisse zu reduzieren um ein gesundes Leben zu ermöglichen.

Studie zeigt erschreckende Zahlen

Laut der Studie sind 1,8 % aller Herzinfarkte der Menschen in wirtschaftlich starken EU-Ländern auf Lärmbelastung zurückzuführen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Europa und belasten das Gesundheitsbudget der einzelnen Länder mit ca. 40 %.

Die verkehrskritische Organisation Transport & Environment (T&E) veröffentlichte bereits 2008 eine Untersuchung mit erschreckenden Ergebnissen. Verkehrslärm ist europaweit jährlich für 200.000 Herz-Kreiskauf-Erkrankungen verantwortlich. Viel schlimmer noch: Für 50.000 Herzinfarkte. Die Zahlen verdeutlichen, dass Lärm krank macht und sogar lebensgefährlich sein kann.

Die WHO-Studie nutzt die DALY-Formel. Damit wird berechnet, wie viele gesunde Lebensjahre den Menschen verloren gehen durch die Einwirkung von Lärm (DALY= disability-adjusted life years). Die Ergebnisse sind dramatisch:

  • 61.000 gesunde Lebensjahre verlieren EU-Bürger pro Jahr an Ursachen wie Herzinfarkt, Angina pectoris, Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen.
  • 903.000 gesunde Lebensjahre verlieren Stadtbewohner (über 50.000 Einwohner) pro Jahr an Schlafstörungen.
  • 22.000 gesunde Lebensjahre verlieren EU-Bürger pro Jahr an  Tinnitus.
  • 587.000 gesunde Lebensjahre verlieren EU-Bürger pro Jahr an Stress und Stressfolgen.

EU hinkt den Vorgaben hinterher

Experten kritisieren die EU für die zögerliche Umsetzung der bereits getroffenen Maßnahmen. Zwar gäbe es Lärmgrenzen und Vorgaben, deren Umsetzung gehe jedoch schleppend voran. Grenzwerte würden nicht konsequent kontrolliert und Lärmkarten seien immer noch nicht für alle Lärmbrennpunkte vorhanden. Die negativen Auswirkungen sind seit vielen Jahren bekannt, er scheint jedoch in vielen Ländern der politische Wille zu fehlen, gegen das Lärmproblem vorzugehen.

Zsuzsanna Jakab ist Leiterin der EU-Abteilung der WHO. Sie bringt das Ergebnis der Studie auf den Punkt: „Lärmbelastung ist nicht nur ein ärgerliches Umweltproblem, sondern eine echte Bedrohung für die öffentliche Gesundheit“.

Die WHA-Studie ist hier online verfügbar.

 

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Kommentar

Guten Tag,
ich wohne in einem Haus, welches eine kleine Schule und 8 Privatwohnungen beherbergt.
Sämtliche Räume wurden vom Bauherrn mit Rauchmeldern ausgestattet. Auch die Schulräume und Kellerräume. Außerdem hat die Schule eine Brandmeldeanlage. Alle Melder sind untereinander vernetzt und zur Feuerwehr aufgeschaltet. Innerhalb von sechs Monat
en hatten wir fünf sogenannte Täuschungsalarme. Jedes Mal musste erst die Feuerwehr kommen um das Getöse der Anlagen auszuschalten. Das ist für uns Bewohner unerträglich. Es war kein einziger Brand dabei.
So weit ich im Internet herausfinden konnte dürfen Rauchmelder überhaupt nicht auf eine Brandmeldeanlage aufgeschaltet werden.
Wie kann ich gegen alle wieder stände erreichen dass ich in meiner Privatwohnung ausschalten kann wenn die Sirene ertönt? Vielen Dank, wenn Sie mir ausführlich und kompetent antworten würden.
Mit freundlichen Grüssen, Elfriede Puppe Nehls.

 

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