Leisetreter -
Der Gehörschutz-Blog

Crowdfunding: Nichts sagen, nichts sehen, nichts hören

Es wird eine Reise ins Ungewisse: David Stumpp, Bart Bouman und Jakob von Gizycki zieht es an die Atlantikküste. Dabei schalten sie sich abwechseln ihre wichtigsten Sinne aus. Einer der drei wird nichts sehen, einer nichts hören und einer nicht sprechen. Missverständnisse und neue Erfahrungen sind unvermeidlich und sogar gewollt. Die drei werden ihre Erlebnisse mit der Kamera dokumentieren. Herauskommen soll ein Dokumentarfilm.

Für die Umsetzung der gewagten Idee setzt das Team auf Crowdfunding und scheint damit erfolgreich zu sein: Geldgebern weltweit gefällt das Projekt. Die Hälfte des Finanzierungsbedarfs ist bereits gesichert. Mitmachen ist ganz einfach: Von der kleinen Spende („Grüße vom Atlantik“ für 10€) bis zur großen Investition („Mitreisen als Komparse“ für 1000 €) ist für jeden Geldbeutel das Mitfunden möglich. Hier gehts zum Projekt bei Startnext: http://www.startnext.de/sprechen-sehen-hoeren

SonicShop unterstützt „Nichts sagen, nichts sehen, nichts hören“ mit Hardware. Um eine Woche lang Kapselgehörschutz tragen zu können, ist ein Gehörschutz mit besonders weichen Auflagen notwendig. Dafür stellen wir dreimal den Komfortkapselgehörschutz „M1“ zur Verfügung. Den M1 haben wir auch deshalb ausgewählt, weil er eine enormes Dämmpotential hat und auch tiefe Tonlagen recht gut blockiert. Unter dem Kapselgehörschutz werden die Drei übrigens zusätzlich noch einen angefertigten Stöpselgehörschutz tragen: Mehr Dämmung geht dann nicht mehr. Und um ehrlich zu sein sind wir gespannt, wie lange am Stück sich Gehörschützer tragen lassen. Für eine Woche Dauertragezeit ist kein Gehörschutz gemacht. Hier gibt es also wohl tatsächlich den ersten Gehörschutz-Dauertragetest. Übrigens: Nachahmung ist weder empfehlenswert noch notwendig: Die Erlebnisse von David, Bart und Jakob könnt Ihr nach dem Abenteuer als Film anschauen.

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Vom Umzug des Sprachzentrums

Wo der Mensch versteht ist bereits sehr lange bekannt: Bereits im Jahr 1874 entdeckte der Neurowissenschaftler Carl Wernicke die Funktionalität eines Bereiches des hinteren Schläfenlappens und ordnete ihm das menschliche Sprachverständnis zu. Diese Definition und Ortsbestimmung hatte lange Zeit Bestand. Zwar wurde sie in letzter Zeit häufiger in Frage gestellt, alte Lehrmeinungen werden jedoch nicht so schnell umgestoßen.

Neuerdings sind die Indizien für eine abweichende Lage des „Wernicke-Zentrums“ jedoch erdrückend. Maßgeblich zu einer Anschauungsänderung trug eine Metastudie zweier Forscher des Washingtoner Georgetown University Medical Center. Die beiden Forscher trugen 800 Lagebestimmungen aus 115 separaten Studien zusammen und konnten die Lage des Wernicke-Zentrums neu kartografieren: Es liegt immerhin 3 Zentimeter vom bisherigen Lageort entfern und befindet sich nicht hinter, sondern vor dem Bereich der Gehirnrinde, in dem wir Gehörtes verarbeiten.

Wichtige Erkenntnisse könnte diese Lageveränderung z.B. für die Diagnose und Behandlung von Sprachstörungen nach Schlaganfällen bringen.

Ganz nebenbei bringt die Lagebestimmung auch neue Erkenntnisse in Bezug auf die Verwandschaft von Menschen und Affen. Bei letzteren wurde nämlich erst vor kurzen ein Zentrum mit ähnlicher Funktion und identischer Lage entdeckt.

Hier geht’s zur Studie (englisch).
Bild: Wikimedia (noch mit alter Lage)

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Die Wüsternrennmaus-Lärmempfindlichkeits-Erklärung

Schwerhörigkeiten werden meisten einen Fehler im Innenohr oder Mittelohr zugeordnet. Manchmal auch dem Hörnerv. Glaubt man jedoch einer Untersuchung der Ludwig-Maximilians-Universität in München, dann sind sehr häufig auch zentrale Veränderungen beteiligt.

Die Forscher haben die Hörzellen vom Wüstenrennmäusen analysiert. Dabei haben sie auf die Störanfälligkeit der Mäuse geachtet und das Alter der Tiere berücksichtigt. Ein Ergebnis der Studie war, dass die Mäuse mit zunehmendem Alter, trotz korrekter Hörfähigkeit, immer weniger in der Lage waren, Geräusche zu filtern. Die Münchner Forscher haben als Ursache für dieses Phänomen einen Mangel der Neurotransmitter Glutamat, Glycin und Gamma-Aminobuttersäure bei den Wüstennagern zugeschrieben.

Spannend ist nun die Frage, ob sich die Ergebnisse auch auf Menschen übertragen lassen. Neurobiologe Prof. Dr. Benedikt Grothe hält das für durchaus legitim. Auch ist er der Ansicht, dass sich mit dem Phänomen die sinkende Toleranz gegenüber Lärm mit zunehmendem Alter der Menschen zum Teil erklären lässt.

Eine medikamentöse Therapie ist auf Grundlage dieser neuen Erkenntnisse jedoch derzeit nicht denkbar. Die dafür notwendigen Medikamente würden Epilepsiepräparaten ähneln und mit Nebenwirkungen aufwarten, die denen einer Alterslärmempfindlichkeit deutlich überlegen sind.

Außerdem darf bei dieser Betrachtung nicht vernachlässigt werden, dass mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit eines Hörverlustes immer wahrscheinlicher wird. Neuere Studien aus dem Jahr 2010 zeigen, dass 78% der schwerhörigen Menschen an einer Hochtonschwerhörigkeit leiden. Diese Schwerhörigkeit sorgt neben einem schlechteren Sprachverständnis in lärmvoller Umgebung dafür, dass tieffrequenter Lärm zwar gut gehört, Sprache jedoch nicht mehr richtig verstanden wird.

Die Ergebnisse der Ludwig-Maximilians-Universität zeigen unter Umständen, dass nicht nur Art und Größenordnung eines Hörverlustes, sondern auch das Alter des betroffenen Menschen und damit seine Lärmverarbeitungsfähigkeit für Sprachverständlichkeitsprobleme in lärmvoller Umgebung verantwortlich sind. Auch wenn Medikamente dagegen derzeit nicht in Sicht sind, so können moderne Hörgeräte die Probleme jedoch zu einem großen Teil korrigieren.

Das Bild der putzigen Nager stammt
von Baldur123 (via Wikimedia)

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Seit sechs Wochen No. 1 (in den Wal-Charts)

Was macht einen Ohrwurm aus? Er bohrt sich ins Gehör und ist kaum wieder heraus zu bekommen. Mancher Ohrwurm wird mit der Zeit sogar lästig.

Bei uns Menschen sind Ohrwürmer eigentlich ständig präsent. Die Radiostationen spielen uns geeignetes Material penetrant vor, wir übernehmen es und bekommen es nicht mehr aus dem Ohr. Wer nun jedoch glaubt, dieses Phänomen sei eine rein menschliche Marotte, der irrt.

Australische Forscher von der Universität Queensland haben nach zehnjähriger Beobachtung jüngst auch bei Walen eindeutige Gesangshitparaden nachweisen können. Im speziellen lies sich der Nachweis bei Buckelwalen führen. Während der Paarungszeit versuchen männliche Tiere mit Paarungsgesängen passende Weibchen (die übrigens nicht „singen“) zu finden. Die Hitlisten wechseln dabei von Saison zu Saison und sind auch regional unterschiedlich. Neue „Hits“ werden nach Ansicht der Forscher durch Männchen eingebracht, die von einer Gruppe zur nächsten wechseln.

Bei den Buckelwalen handelt es nicht um Gesang im menschlichen Sinne, sondern um deren Art der Kommunikation untereinander. Trotzdem ist es faszinierend zu sehen, dass sich innerhalb von Gruppen gleiche Gesangsmuster durchsetzen und saisonal abweichen – genau wie bei Menschen, die ihre Ohrwürmer mitsingen oder mitsummen.

Der Gesang der Buckelwale kann übrigens Lautstärken von bis zu 190 Dezibel erreichen und gilt als einer der lautesten Tierlaute.

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Sexuell attraktive Stimmlagen

Nun ist also bewiesen, was wir doch im Grunde genommen schon immer wussten: Barry White war sexy. Obwohl er eigentlich gar nicht sexy war. Denn er klang sexy. Seine samtig tiefe Stimme ist der Inbegriff dessen, was die Forscher in der „Evolutionary Psychology“ mit besonderer sexueller Attraktivität in Zusammenhang bringen, so eines der Ergebnisse der Untersuchung an 115 heterosexuellen Probanden.

Interessant ist auch ein Nebenschauplatz: Männern mit tiefen bzw. Frauen mit hohen Stimmen wird von Zuhörern auch größere Neigung zum Fremdgehen unterstellt gehen.

Den kompletten englischen Text aus der „Evolutionary Psychology“ kann man im Blogbeitrag von Jürgen Schönstein auf scienceblogs.de abrufen.

Dass es von jeder Regel auch Ausnahmen gibt macht vermutlich Verona Pooth am deutlichsten.

Die Barry-White-Skizze stammt
von Crimson Cherry Blossom

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Chat im Grünen: Wie kommunizieren Pflanzen?

Wer mit Pflanzen spricht, wurde noch vor einigen Jahren oder Jahrzehnten belächelt. Heutzutage wissen die meisten: Durch Sprache oder Musik lässt sich das Gedeihen von Pflanzen tatsächlich positiv beeinflussen – auch wenn allzu lange Unterhaltungen mit dem Ficus Benjamini im Wohnzimmer auf Dauer zu Fehldiagnosen der Mitmenschen führen können.

Wissenschaftler interessiert nun auch zunehmend die echte Kommunikation von Pflanzen untereinander. Und sie haben erste Anzeichen dafür gefunden. Auf der Jahrestagung der American Association for the Advancement of Science (AAAS, Herausgeberin der Zeitschrift Science) ging es unter anderem um das Thema: Wie kommunizieren Pflanzen untereinander?

Die Ergebnisse erinnerten mich, das muss ich zugeben, an Szenen aus dem Film „Avatar“. Pflanzen kommunizieren nämlich über die Wurzeln. Zwar ist der Empfang von Signalen noch nicht in Gänze geklärt, vermutet wird jedoch, dass der Austausch von Botenstoffen ein Vokabular bildet. Und damit die Grundlage für eine Kommunikation. Eine chemische Sprache, sozusagen.

Weitere Infos finden sich hier und hier.

American Association for the Advancement of Science
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