Eine Frau die sich über die lauten Nachbarn aufregt. Eine Frau die sich über die lauten Nachbarn aufregt.

Gehörschutz gegen Lärm aus der Nachbarwohnung

Auch die nettesten Nachbarn werden zum Ärgernis, wenn man sie durch Wände hindurch hört. Warum gelangt Schall überhaupt durch Wände? Und was kann man dagegen tun?

Nachbarn gibt es beinahe überall: Ob der Mieter in der Wohnung darüber, der Nachbar im Nebenzimmer nebenan, die Familie in der Haushälfte nebenan oder der bellende Hund im Garten des Hauses gegenüber. Allen Nachbarn ist gemeinsam: Sie machen Lärm. Manchmal stört der Lärm, gelegentlich stört er jedoch gewaltig. Und meist wissen die Verursacher nicht, was sie anrichten. Zum Glück gibt es einige sehr effektive Gehörschutz-Lösungen im Kampf gegen den Lärm.

Wie im Fantasyfilm: Durch Wände gehen!

Der Schall aus Nachbarwohnungen oder dem Geschoss darüber überwindet die Wände des Hauses meist scheinbar mühelos. Dabei sind die Schallpegel bei dünnen Wänden oder schlecht entkoppelten Geschossen manchmal sogar nur geringfügig leiser als im Zimmer des Verursachers. Vor allem Klopfgeräusche, Schritte oder Dinge, die zu Boden oder Wänden Kontakt haben, und tiefe Stimmen belasten die Nachbarschaft. Aber auch lautes Rufen oder ein laut eingestellter Fernseher dringen durch Wände. Und natürlich Musik – je hochwertiger die Soundanlage, desto besser wandert der Klang durch das Haus.

Das Tieftondilemma

Machen Sie mal den Test: Ein dünnes Bettlaken ist in der Lage, die Zischlaute in der Sprache eines Sprechers so weit verschwinden zu lassen, dass Sie auf der anderen Seite des Lakens kaum noch ordentlich verstehen. Sehr hohe Töne bleiben also bereits an recht dünnen Hindernissen hängen. Für mittelhohe Töne genügt eine dünne Wand, um sie ausreichend abzudämmen. Je tiefer die Tonlagen werden, umso dicker muss die Wand sein. Bei richtig tiefen Tonlagen wie dem Wummern von Nachbars Bass an der Stereoanlage reichen normale Wanddicken in Wohnhäusern oft nicht mehr aus. Auch tiefe Männerstimmen werden von normalen Wänden manchmal nicht mehr stark genug abgehalten. Der Grund: Die Wände sind nicht dick genug.

Bodentrommler haben freie Fahrt

Mittlere und tiefe Tonlagen haben gute Chancen, Wohnungen und Stockwerke zu überbrücken, wenn die Klangverursacher mit Böden oder Wänden in Kontakt stehen. Gemeint sind zum Beispiel Schuhabsätze, rückende Stühle, klopfende Gegenstände, aber auch Lautsprecherboxen, die an Wänden oder auf Böden stehen. Der Grund dafür ist, dass sich Klänge in den Materialien mehr oder weniger gut fortpflanzen können. Wie gut, ist abhängig vom Material. Deshalb wird so mancher hochhackiger Schuh in der Wohnung über Ihnen zum akustischen Erlebnis – vor allem, wenn Sie Ihre Ruhe wollen.

Welcher Gehörschutz hilft am besten gegen Nachbarschaftslärm?

Die Antwort auf diese Frage hängt natürlich in erster Linie von der Art des Lärms ab. Trotzdem kann man ganz allgemein sagen:
Die Wände im Haus schlucken in erster Linie hohe Töne. Dicke Wände auch mittlere. Was also meistens problematisch beim Nachbarn ankommt, sind die tiefen Töne.
Gehörschutz gegen Nachbarschaftslärm sollte also eine besonders gute Dämmung im Tieftonbereich haben.

Sie können die Tieftondämmung von Gehörschutz schnell vergleichen, indem Sie einen Blick auf die Dämmwerttabellen werfen. Die links angegebenen Werte in den Diagrammen sind besonders wichtig beim Kampf gegen Lärm aus der Nachbarschaft (durch Wände hindurch).

Als besonders effektiv haben sich Kapselgehörschützer herausgestellt. Zwar helfen sie nicht im Bett beim Versuch zu schlafen (dafür gibt es effektive Ohrstöpsel für die Nacht), sie sind jedoch äußerst effektiv, wenn Sie ein paar ruhige Stunden haben wollen, um zum Beispiel ein gutes Buch zu lesen.

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