Eine Gitarre vor einem schwarzen Hintergrund. Eine Gitarre vor einem schwarzen Hintergrund.

Gehörschutz für Musiker: Guter Klang und optimaler Schutz

Wie Musiker und Musikfans ihr Gehör schützen.

Diese Ohrstöpsel sind fürs Musik machen & hören geeignet.

Das größte Kapital eines Musikers ist neben seinem Talent sein Gehör. Nur mit gutem Hörsinn kann man die Instrumente richtig spielen und die Feinheiten im Klang erfassen. Grund genug, den sensiblen Hörsinn zu schützen.

Hier sind unsere Musik-Gehörschutz-Favoriten:

Zwei durchsichtige Ohrstöpsel.

EarRockers

Unser Bester für Musiker: Ein klangoptimierter Filter sorgt für optimalen Klang. Eine Belüftung verhindert den gefürchteten Verschlusseffekt. Einzigartig: Die Ohrstöpsel sind mit weiteren Filtern erweiterbar.

Ein Paar Clear Filters Gehörschutz.

Clear Filters

Dieser Musik-Gehörschutz ist durch und durch transparent und damit unauffällig. Die drei weichen Lamellen passen sich der Gehörgangsform an. Ein Musikfilter sorgt für eine Klanganpassung und verhindert ein Verschlussgefühl.

Der Sonic Defenders EP3 Gehörschutz.

Sonic Defenders EP3

Im geöffneten Zustand ist der Filter moderat dämmend, mit geschlossener Lärmbremse sogar hochdämmend. Dieser wiederverwendbare Gehörschutz hat eine otoplastische Halterung für die Ohrmuschel. Prima, wenn es auf der Bühne hoch her geht.

Zwei weiß-graue Ohrstöpsel.

UltraTech

Musikergehörschutz mit einem großvolumigen Filter. Der Filterkörper sorgt für einen besonders ausgewogenen Klang. Die weichen Lamellen sitzen komfortabel im Ohr.

Ein Paar grauer MusicSafe Pro Gehörschutz.

Alpine MusicSafe Pro

Musikfilter in diesem Gehörschutz ermöglichen einen optimalen Klang. Die weichen Lamellen sorgen für einen dauerhaft angenehmen Sitz im Ohr.

Zwei schwarze BlackMax Ohrsöpsel.

BlackMax

Wenn Sie Schaumstoffgehörschutz bevorzugen, sollten Sie den BlackMax eine Chance geben. Nicht nur, weil sie cool aussehen, sondern auch, weil sie sehr weich sind und eine hohe Dämmung besitzen.

Achtung Festival-Veranstalter & Werbeagenturen: Hier gibt's die kostengünstigen Festival-Großpackungen und hier finden Sie Gehörschutz mit Ihrem Logo.

 

 

 

 

Hintergrundinfos für Musiker

Wer kennt das nicht?

Schematische Darstellung des menschlichen Ohres.

"Probe vorbei, Konzert zu Ende, Gig gelaufen - Du verlässt die Bühne, den Proberaum und hast ein scheußliches Klingeln in den Ohren."

"Das passiert jedem mal, geht ja auch gleich wieder vorbei!" hört man dann oft von den Betroffenen.

Was ist passiert?

Wenn Schallpegel lauter als 90 Dezibel werden, schädigen sie das menschliche Innenohr bei längerer Einwirkungszeit. Tritt so eine Schädigung auf, meldet sich das Ohr mit einem Pfeifen oder Rauschen, dem so genannten Tinnitus.

Wie funktioniert Hören?

Im Innenohr des Menschen sitzen sog. Haarsinneszellen. Sie sind zuständig für das Umsetzen und Weiterleiten der Schalleindrücke in das Gehirn. Haarsinneszellen können nicht unterscheiden, ob Musik oder Explosionslärm im Ohr ankommen und reagieren deshalb auf alles in gleicher Weise empfindlich. Die Funktionsweise des Ohres finden Sie hier ausführlich erklärt.

Rockband = Presslufthammer?

Grafik die den Schallpegel von verschiedenen Quellen darstellt.

Während das Ohr keine Unterschiede macht, ist der Mensch wählerisch beim Konsumieren lauter Pegel: Beim Rock-Gig auf der Bühne erreichen die Pegel schnell mal 120 Dezibel und mehr. Die Stimmung, das Publikum, die Anspannung und die Musik, die man ja macht, weil sie einem Spaß macht, sorgen dafür, dass sich Musiker auch bei 130 Dezibel noch wohl fühlen.
Zum Vergleich: Schon bei 110 Dezibel wird uns ein Presslufthammer unangenehm, bereits bei 100 Dezibel flüchten wir vor vorbeifahrenden LKW.

Was genau passiert im Ohr?

Schaut man sich einen Schallangriff mal unter dem Mikroskop an, kann man erkennen, dass die hochsensiblen Haarsinneszellen des Innenohres unter der Schallbelastung regelrecht zusammenklappen oder ausfallen. Solche Schädigungen treten immer dann auf, wenn Schall in hoher Dosis über einen längeren Zeitraum oder in extrem hoher Dosis für kurze Zeit auf das Ohr trifft.

Wann erholen sich Ohren?

Entgegen weit verbreiteter Meinungen erholen sich die geschädigten Ohren nie. Schädigungen der Haarsinneszellen sind nicht reparabel, der damit verbundene Hörverlust ist endgültig. Betroffene Menschen hören nicht nur leiser, sie verstehen Sprache schlechter, besonders im Störlärm, und sind deutlich lärmempfindlicher als Normalhörende. Es ist auch ein Märchen, dass man sein Gehör an hohe Lautstärken gewöhnen kann. Eine Gewöhnung an hohe Lautstärken hat die Natur nicht vorgesehen.

Grafik die die empfohlenen maximalen Schall-Einwirkzeiten darstellt.

Wie lange darf das Ohr beschallt werden?

Es gibt Untersuchungen, die belegen, nach welcher wöchentlichen Einwirkungszeit das Gehör Schaden nimmt. Die Grafik zeigt, welche Pegeldosen ein normal hörendes, ungeschütztes, gesundes Gehör wöchentlich verträgt. Jeder Musiker, der sich in Proberäumen mit 120 Dezibel und mehr bewegt, wird schnell erkennen, dass er mit diesen Zeiten hinten und vorne nicht hinkommt.

Mehr zum Thema "Lautstärke" und "Lärm" finden Sie im Gehörschutz-Ratgeber.

Für Musiker interessant: Wussten Sie, dass Blechbläser bis über 120 Dezibel Schalldruckpegel erzeugen können? Ein Chor singt nicht selten mit mehr als 90 Dezibel und sogar Geigen lassen die 100-Dezibel-Grenze locker hinter sich. Wer mehr Informationen zu den Lautstärken einzelner Instrumente sucht, wird bei der Lärmberatung Wittstock fündig.

Nur drei Minuten Musik pro Woche?

Keine Panik, es gibt Möglichkeiten, das Gehör wirkungsvoll zu schützen und damit die Einwirkzeiten zu verlängern. Gehörschutzplugs (-stöpsel) verringern die Einwirkungszeit von Lärm und hohen Lautstärken erheblich. Sie variieren in ihrer Abdämpfung zwischen 15 und 40 Dezibel, je nachdem, was und wie abgedämpft werden soll.

Welcher Gehörschutz kommt in Frage?

Zwei durchsichtige Ohrstöpsel.

Es gibt drei grundsätzliche Gehörschutz-Ansätze für Musiker:

Der Unterschied liegt im Detail: Vorgefertigte Plugs dichten das Ohr ab, indem sie sich der Ohrkontur angleichen und mit leichtem Druck das Ohr dichthalten. Individuell gefertigter Gehörschutz wird maßgefertigt und sitzt druckfrei und nahezu unspürbar im Gehörgang. Da sich das Ohr verändert, muss er jedoch häufiger mal erneuert werden. In-Ear-Monitoring dichtet das Ohr ab und führt den Monitorsound direkt in das Ohr. Dadurch sind deutlich geringere Lautstärken notwendig und der Monitorlärm auf der Bühne geht spürbar zurück.

Für Menschen, die ihren Gehörschutz z.B. beruflich von morgens bis abends tragen, empfiehlt sich individueller Gehörschutz. Die vergleichsweise hohen Kosten müssen für diese Variante jedoch berücksichtigt werden. Eine gute Preis-Leistungs-Alternative sind vorgefertigte Filtergehörschützer.

Drei gelbe Schaumstoff Ohrstöpsel.

Was ist mit dem Sound?

Die größte Befürchtung von Musikern ist, dass der Gehörschutz den Sound kaputt macht. Dies trifft nur für einfache Schaumstoff-Plugs zu. Diese dämpfen zwar sehr stark ab, sie "dumpfen" jedoch auch ab. Hohe Frequenzen werden stärker weggenommen als die Tiefen. Der Effekt: Alles hört sich wie in Watte gehüllt an, der Klang wird stumpf und hohl.

Was tun, um den Klang zu erhalten?

Dämmwerte-Tabelle des Sonic Defenders EP3.

Ausgesprochene Musiker-Gehörschützer haben in der Regel ein Filtersystem, welches dafür sorgt, dass die Lautstärke sinkt, der Klang aber gleich bleibt. Vergleichbar mit dem Lautstärkeregler an der Stereoanlage: Du drehst - und es wird leiser, aber nicht dumpfer.
Filter bringen noch einen weiteren Vorteil: sie belüften das Ohr und vermeiden so, dass man sich mit Plug abgeschlossen fühlt. Das Dämmverhalten von Gehörschützern haben wir übrigens in eine anschauliche Form gebracht: "Sonicgramm" nennen wir es. Hier sind die Sonicgramme der meisten Gehörschützer im Überblick.

Namen! Wonach muss ich fragen?

Zwei transparente Ohrstöpsel vor grünem Hintergrund.

Auch hier muss man wieder unterscheiden: Besonders geeignet als vorgefertigte Plugs für Musikliebhaber und Musiker sind Produkte mit dem Namen "EarRockers", "Clear Filters" oder "MusicSafe SonicSet". Diese Plugs haben besonders weiche Membranen (angenehmer Sitz!) und Filtersysteme, die sie zu ausgesprochenem HiFi-Gehörschutz machen. Und: Diese Gehörschützer sind im Shop sofort verfügbar. Mit ca. 15-20 Euro Investition legt man sich damit ein gut klingendes Schutzsystem zu. Bei den individuell gefertigten Systemen sind zwei Produkte hervorzuheben: "Elacin ER09 / ER15 / ER25" und "Jrenum linear". "Elacin" hat einen austauschbaren Filter, die Filter "ER15 und ER25" sind nahezu linear und haben unterschiedlich starke Abdämpfung.

Was kostet der Spaß?

Die einfachsten Gehörschutzstöpsel gibt es schon für wenige Cent. Hochwertige Filtersysteme gibt es als vorgefertigte Stöpsel ab knapp 20 Euro pro Paar, individuell gefertigte Systeme beginnen im HiFi-Bereich bei etwas über 150 Euro pro Paar. Profi-Monitoring ist ab 240 Euro zu bekommen.

Wo bekomme ich Gehörschutz?

Online-Informationen zum Thema Gehörschutz mit Bestellmöglichkeiten gibt es hier im SonicShop-Gehörschutz-Shop.
Eine Liste von Spezialisten für individuell angefertigten Gehörschutz finden Sie hier.

Wie finde ich heraus, ob ich noch normal höre?

Die schnellste Möglichkeit: Der Hörtest im Internet. Verschiedene Möglichkeiten haben wir hier zusammengestellt.
Die exaktesten Möglichkeiten:

  • Hörtest beim Hörgeräteakustiker (die Akustiker testen Euer Gehör in der Regel kostenlos). Hier findet Ihr einige Profis auf dem Bereich.
  • Hörtest beim Hals-Nasen-Ohrenarzt (der hat auch die medizinische Ausrüstung, um nach der Ursache eines Hörverlustes zu suchen)

Was gibt's sonst dazu im Web?

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