Eine schematische Darstellung des Ohres. Eine schematische Darstellung des Ohres.

Der Gehörgang

Der tiefe Schacht ins Kopfinnere

Gleich nach der Ohrmuschel folgt der Gehörgang. Was kaum jemand weiß: Immerhin vier Zentimeter lang ist er bei Erwachsenen, vom Eingang bis zum Trommelfell an seinem Ende.

Bei den meisten Menschen hat er eine gebogene Form, so dass man nicht vom Eingang aus auf das Trommelfell schauen kann.

Die Engstelle

Etwa in der Mitte des Gehörgangs befindet sich eine abknickende Engstelle. Bis dorthin nimmt der Durchmesser ab, dahinter nimmt er in einigen Fällen sogar wieder zu. Diese Engstelle verhindert z. B., dass der Gehörschutz von alleine einfach so bis zum Trommelfell durchrutscht. Eine sinnvolle Sicherheitseinrichtung!

Robuster Eingangsbereich

Der äußere Bereich des Gehörgangs ist mit Haut und dickem Bindegewebe ausgekleidet. Er ist recht elastisch und unempfindlich. Das ist praktisch, wenn man einen Gehörschutz in das Ohr setzt. In diesem elastischen äußeren Teil vom Gehörgang sitzt er längere Zeit komfortabel.

Ein wertvolles Sekret, das niemand mag

Der Eingangsbereich des Gehörgangs ist mit Haaren und Drüsen ausgestattet. Diese Drüsen bilden den Basisstoff eines Gemisches, das wir Cerumen oder umgangssprachlich "Ohrenschmalz" nennen. Cerumen befeuchtet die Gehörgangswand und bindet Staub, Schmutz und Hautschuppen. Es wirkt antibakteriell und schützt das Gehör daher vor Infektionen. Die vom Ohrenschmalz gebundenen Schmutzpartikel werden in Krümelform durch die feinen Ohrhärchen aus dem Ohr transportiert.

Powerboost durch Verkleinerung

Schaut man sich den Durchmesser am Gehörgang und den Durchmesser des Trommelfells an, so wird klar: Der Schall wird zum Trommelfell hin auf eine immer kleinere Fläche komprimiert. Das bedeutet: Er wird verstärkt. Der Gehörgang ist also ein natürlicher Verstärker.

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