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Husten am Telefon analysieren

Blogbeitrag gepostet am 23.02.2011

Jeder hustet anders. Und wer dieses Jahr während der Grippesaison eine Hauptrolle ergattern konnte, weiß ein Lied davon zu husten. Husten belastet den Huster – und seine Umwelt.

Gerade wenn der Husten hartnäckig ist und nicht verschwinden will, stellt sich die Frage: Soll ich weiter auf die Wirksamkeit der Erkältungsmittel hoffen oder zum Arzt gehen?

Vier Forscher des „Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT“ haben sich nun Erkenntnisse aus der Stimmforschung zunutze gemacht und haben Husten analysiert. Ziel der Untersuchung: Unterscheidung zwischen schleimigem und trockenem Husten. Letzterer (der „Reizhusten“) ist der bedenklichere und sollte von einem Arzt angeschaut (pardon: angehört) werden. Den Sprachforschern gelang es, nach Testaufnahmen in den Fußgängerzonen von Hamburg und Oldenburg, die aufgenommenen Hust-Tiraden in eben diese zwei Gruppen zu unterteilen.

Spannend an der Sache: Funktioniert die Unterscheidung auch über das Telefon? Die Dynamik einer Telefonübertragung ist eingeschränkt, ebenso der Frequenzgang. Trotzdem lässt sich mit der entwickelten Software auch per Anruf analysieren, ob der Husten trocken oder schleimig ist.

80% Erfolgsquote schaffe die Analysesoftware, sagen die Fraunhofer-Forscher. Und leicht überlastet ist sie wohl auch. Obwohl die kostenfreie Rufnummer (0800 – 000 71 78) noch bis Ende März geschaltet sein soll, war sie gestern und heute beim Probehusten mehrfach besetzt. Ist da schon wieder die nächste Grippewelle im Anmarsch?

[via Welt Online]

Den leckeren Hustensaft
hat Anita Hart fotografiert.

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