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Lärmfaktor Kranich

Blogbeitrag gepostet am 23.03.2011

Kraniche sind stolze Vögel. Meist gern gesehen. Und im Spätherbst stehen sie beinahe schon symbolisch für den Zug der Vögel gen Süden.

Ein einzelner Kranich macht ein wenig Lärm. Mehrere Kraniche schon etwas mehr. 30.000 von ihnen veranstalten jedoch ein ohrenbetäubendes Getöse.

Die Welt berichtete jüngst in ihrer Onlineausgabe über diejenigen Landstriche, die wir meinen, wenn wir davon sprechen, dass Kraniche „gen Süden fliegen„. Gemeint ist zum Beispiel Israel. Dort veranstalten die die Vögel ein Höllenkonzert und bringen die Bauern um ihre Kichererbsenernte.

Da ich nicht mit dem Schallpegelmesser vor Ort war, bleibt mir nur der Taschenrechner. Nun ist das mit den Dezibel so eine Sache. Die kann man nämlich nicht so einfach addieren. Die Regel lautet: „Immer wenn sich die Anzahl der Schallquellen verdoppelt erhöht sich der Pegel um 3 dB„. Also bin ich einfach mal davon ausgegangen, dass ein Kranich 60 Dezibel auf die akustische Waage bringt. Das ist etwa so laut wie Menschen sprechen. In der Tabelle rechts sehr Ihr, wie laut es mit zunehmender Kranichpopulation werden kann: Ziemlich laut. Auch wenn die Kraniche zugegebenermaßen nicht alle an einem Ort sitzen.

Lärmende Kraniche in Israel sind ein weiteres Beispiel für die Subjektivität von Schall & Lärm: Was hier bei uns idyllische Akustikkulisse ist, bringt andere Landstriche um den Verstand.

Alles eine Frage der Dosierung…

Das Foto hat Andreas Köckeritz für pixelio.de
geschossen. Zugegeben, er war dafür
vermutlich nicht in Israel.

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