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Lärmbelastungsrechner

Blogbeitrag gepostet am 25.08.2011

Eigentlich eine gute Idee: Ein Programm, mit dem sich die persönliche Lärmbelastung ermitteln lässt und auch das Risiko, eine Schwerhörigkeit zu erleiden. Ganz besonders jüngere Menschen sind heutzutage gleich mehreren Lärmquellen ausgesetzt, von denen sie einige selber vermutlich gar nicht als „Lärm“ bezeichnen würden: Arbeitsplatz, Disco, Konzerte, MP3-Player, …

Wäre es nicht toll, wenn ich mir per Software mit ein paar Klicks mein persönliches Hörverlust-Risiko anzeigen lassen könnte?

Genau das kann man nun mit Hilfe des Lärmbelastungsrechners der IFA (Institut für Arbeitsschutz).

Das Institut für Arbeitsschutz gehört zur gesetzlichen Unfallversicherung. Es ist damit quasi amtlich. Und genau das scheint auch das Problem zu sein: Beim Versuch, mit einer solchen Software die gewünschte Zielgruppe zu erreichen, wäre ein privates Unternehmen vermutlich zunächst mit den Augen der Zielgruppe an das Projekt heran gegangen. Anders das Institut für Arbeitsschutz: Hier wurde auf eine klassische, schlichte, Windowsoberfläche gesetzt und auf jegliche Aufhübschung verzichtet. Die Eingabemaske besteht aus endlosen Textwüsten und Interessenten werden mit unromantischem Fachchinesisch um Auskunft gebeten: „…so kann Ihr L EX,8h maximal 80 dB(A) betragen“. Zudem müssen in dreiseitigen PDF-Files Kennziffern studiert werden.

Schade, die Idee ist gut und so wichtig. Leider hat die IFA hier an der Zielgruppe vorbei programmieren lassen und statt eines interaktiven Tools ein „amtliches Erfassungsblatt“ veröffentlicht. Junge Menschen (insbesondere Berufsanfänger) lassen sich mit einer so trockenen Umsetzung kaum gewinnen. Vielleicht gibt es ja bald eine Version 2.0, online bedienbar und in optisch und funktionell ansprechender Form?

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