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Seit sechs Wochen No. 1 (in den Wal-Charts)

Blogbeitrag gepostet am 29.07.2011

Was macht einen Ohrwurm aus? Er bohrt sich ins Gehör und ist kaum wieder heraus zu bekommen. Mancher Ohrwurm wird mit der Zeit sogar lästig.

Bei uns Menschen sind Ohrwürmer eigentlich ständig präsent. Die Radiostationen spielen uns geeignetes Material penetrant vor, wir übernehmen es und bekommen es nicht mehr aus dem Ohr. Wer nun jedoch glaubt, dieses Phänomen sei eine rein menschliche Marotte, der irrt.

Australische Forscher von der Universität Queensland haben nach zehnjähriger Beobachtung jüngst auch bei Walen eindeutige Gesangshitparaden nachweisen können. Im speziellen lies sich der Nachweis bei Buckelwalen führen. Während der Paarungszeit versuchen männliche Tiere mit Paarungsgesängen passende Weibchen (die übrigens nicht „singen“) zu finden. Die Hitlisten wechseln dabei von Saison zu Saison und sind auch regional unterschiedlich. Neue „Hits“ werden nach Ansicht der Forscher durch Männchen eingebracht, die von einer Gruppe zur nächsten wechseln.

Bei den Buckelwalen handelt es nicht um Gesang im menschlichen Sinne, sondern um deren Art der Kommunikation untereinander. Trotzdem ist es faszinierend zu sehen, dass sich innerhalb von Gruppen gleiche Gesangsmuster durchsetzen und saisonal abweichen – genau wie bei Menschen, die ihre Ohrwürmer mitsingen oder mitsummen.

Der Gesang der Buckelwale kann übrigens Lautstärken von bis zu 190 Dezibel erreichen und gilt als einer der lautesten Tierlaute.

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