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Leisetreter -
Der Gehörschutz-Blog

Wie finde ich den stärksten Gehörschutz?

Blogbeitrag gepostet am 08.09.2015

Stärkster Gehörschutz„Ich möchte NICHTS mehr hören. Welchen Ohrstöpsel nehme ich da am besten?“

Wir werden sehr häufig nach Gehörschutz gefragt, mit dem man nichts mehr hört, der keine Geräusche mehr durchlässt. Die gute Nachricht: Einige unserer Gehörschützer kommen diesem Ziel ziemlich nahe. Allerdings: Es gibt ein paar Details zu beachten.

Wieviel Dämmung maximal möglich ist und warum Beton im Kopf auch nicht hilft erklären wir im Gehörschutz-Ratgeber:

Welcher ist der stärkste Gehörschutz?

Login mit Lärm

Blogbeitrag gepostet am 03.09.2015

Login mit LärmLärm ist keineswegs immer nur störend und nutzlos. Die Forscher der ETH Zürich nutzen Umgebungsgeräusche für ein neuartiges Loginverfahren.

Zwei-Faktor-Logins, also die Anmeldung mit zwei unabhängigen Dingen (z.B. Passwort und eine SMS, ein Retinascan oder einem Fingerabdruck) sind zwar recht sicher, werden aber nur selten verwendet, weil sie meist als zu umständlich empfunden werden. Hier setzen die schweizer Forscher an: Der Desktoprechner auf dem ich mich einloggen möchte nimmt mit dem Mikrofon den Umgebungslärm auf. Mein Smartphone macht dasselbe. Nehmen beide Geräte denselben Lärm auf, so habe ich mich authentifiziert.

Wie das System funktioniert kann man auf der Soundproof-Website in Aktion sehen.

Eigentlich eine tolle Idee. Unberücksichtigt bleibt dabei allerdings, dass immer mehr Loginvorgänge nicht mehr von Desktoprechnern ausgehen, sondern vom Smartphone selbst. Ob so ein System daher Zukunft hat?

Kann man eine Wohnung wegen Lärm zurückgeben?

Blogbeitrag gepostet am 28.08.2015

Lärm in der Wohnung - da hilft nur Gehörschutz?Laut kann teuer werden: Ein Wohnungseigentümer in Bayern fühlte sich genervt durch den Lärm der Seniorentagesstätte unter seiner Wohnung. Als der Lärm in seiner Wohnung nicht besser wurde, versuchte er sie zu verkaufen. Das gelang ihm auch. Aber wie so oft vor dem Kauf einer Wohnung wohnt der Käufer nicht zur Probe, sondern besichtigt das zu kaufende Objekt nur kurz. So auch in diesem Fall. Und bei der Besichtigung war es leise.

Die Überraschung war für die neue Eigentümerin dann groß, als sie in ihrer neu erworbenen Wohnung sogar Gespräche aus der Tagesstätte mit anhören konnte. Die Lärmdämmung war so schlecht, dass ohne den Einsatz von Gehörschutz an Ruhe nicht zu denken war.

„Nichts wie weg da!“ war daraufhin ihr Wunsch. Aber kann man eine Wohnung wegen Lärm einfach so zurückgeben? „Kann man!“ urteilte das Landgericht Coburg in diesem Fall (Aktenzeichen 23 O 358/13) und begründete das damit, dass hier ein Mangel vom Verkäufer arglistig verschwiegen wurde. Sie bekam nicht nur ihren Kaufpreis, sondern auch entstandenen Aufwand erstattet. Und der Verkäufer hat nun seine laute Immobilie wieder an der Backe, pardon: am Ohr.

Wie man Lastwagen aus Wohngebieten fernhält

Blogbeitrag gepostet am 19.08.2015

LKW-LaermDie meisten Städte wissen genau, in welcher Straße wieviel Lärm durch Straßenverkehr verursacht wird. Aufgrund einer EU-Richtlinie haben sie Lärmkarten erstellen lassen. Zum Teil sind die öffentlich einsehbar.

In mancher Regionen werden nun Maßnahmen ergriffen. Die Stadt Bonn z.B. hat erkannt, dass LKW oft Stecken durch Wohngebiete nutzen und dadurch die Lärmbeslastung in den Bereichen erheblich steigern. Der Bonner Generalanzeiger berichtet über einen geplanten Maßnahmenkatalog, um das zu ändern. In Bonn will man die LKW in Zukunft durch Umgehungsbeschilderungen aus den Wohngebieten heraus halten. Außerdem setzt man darauf, dass die LKW-Fahrer Navigationssysteme mit Anbindung an die Navigationsdaten des Systems „mobil-im-rheinland.de“ einsetzen. Die Daten weisen bestimmte Strecken als ungeeignet für den Schwerlastverkehr aus.

Der Ansatz ist gut. Doch: Wieviele LKW-Fahrer werden die zeit- und kostenintensiven Umwege nutzen?

Foto von O. Nordsieck, Bildquelle: Wikipedia.

Schwerhörige Seehunde nach Offshorebauarbeiten

Blogbeitrag gepostet am 18.08.2015

SeehundHohe Impulslärmpegel wie zum Beispiel Schüsse können beim Menschen zu sofortiger Schwerhörigkeit führen, oft ohne Heilungschancen.

Der Knall eines Schusses wird in Luft zum Ohr transportiert und nimmt mit zunehmender Distanz zum Gewehr stark ab. Ganz anders verhält sich der Schalltransport im Wasser. Da die Schallabsorption im Wasser geringer und die Ausbreitungsgeschwindigkeit höher ist als in Luft, breitet sich Schall im Wasser ungehinderter aus. Das hat Auswirkungen:

Forscher des Scottish Ocean Institute in Fife haben untersucht, welche Schallpegel bei den Rammarbeiten beim Aufbau von Offshoreparks entstehen. Bei Messungen vor der Küste Großbritanniens ermittelten sie Pegel von bis zu 250 Dezibel. Abgesehen davon, dass es sich dabei um die höchsten bisher von Menschenhand erzeugten Unterwasserschallpegel handelt, breiten sich diese dramatischen Lautstärken unter Wasser schneller und ungehinderter aus, als vergleichbarer Lärm in der Luft.

Die Wissenschaftler untersuchten daraufhin, wie die Seehunde der Region mit dem Lärm zurecht kommen. Aus früheren Untersuchungen weiß man, das Seehunde durch Lautstärken ab 130 Dezibel vorübergehend und ab 185 Dezibel dauerhaft hörgeschädigt werden könne. Vor der Küste Englands wurden 24 Seehunde mit Sensoren ausgestattet, um ihre Aufenthaltsorte und damit die Lärmbelastung während der Offshorebauarbeiten zu beurteilen. Ergebnis: Die Tiere waren beim Einrammen der Fundamente in den Meeresboden Pegeln von bis zu 196 Dezibel ausgesetzt.

Anschließend wurde das Gehör der Seehunde getestet. Man stellte Hörverluste von durchschnittlich 23 Dezibel fest. Und: Bei der Hälfte der Tiere reichte der Baustellenlärm aus, um das Gehör dauerhaft zu schädigen.

Veröffentlicht wurden die Ergebnisse der Studie im Mai 2015 im Journal of Applied Ecology.

Seehundfoto: Marcel Burkhard, CC BY-SA 3.0

Lärmkarten zeigen die ganze Wahrheit

Blogbeitrag gepostet am 10.08.2015

Lärmkarte Stuttgart Tag und NachtBereits 2004 erließ die EU eine Lärmvermeidungsrichtlinie. Als Reaktion darauf haben viele deutsche Städte in der Zwischenzeit Lärmkarten erstellen lassen. Für Stuttgart sieht so eine Lärmkarte z.B. wie die rechts aus. Die hochlauflösende Version kann man hier downloaden, zusammen mit anderen Lärmkarten.

Für Bayern gibt es eine interaktive Lärmkarte für alle größeren Städte.

Wenn man sich die Karten anschaut und in den Innenstadtbereichen Schallpegel von 70 dB oder mehr in der Nacht sieht (wohlgemerkt: Durchschnittswerte), dann wird schnell klar: Wer keine Superverglasung besitzt oder gerne bei offenem Fenster schläft, benötigt einen äußerst robusten Schlaf, um bei dem Lärm schlafen zu können. Und selbst wenn Einschlafen gelingt: Schlafen unter Lärmeinwirkung ist nachgewiesenerweise weniger tief, häufiger unterbrochen und damit weniger gesund als Schlaf in Ruhe.

Die große virtuelle Klangkonservendose

Blogbeitrag gepostet am 06.02.2015

Wählscheibentelefon - Rainer Sturm - pixelio.deDer Klang einer Wählscheibe des Telekom-Plastikmiettelefons kann wunderschöne Erinnerungen auslösen: Vielleicht kommt einem bei dem leisen Surren der Scheibe ein Telefonat mit der ersten großen Liebe in den Sinn?

Mit zunehmender Geschwindigkeit des technischen Fortschritts verschwinden Alltagsgegenstände immer schneller und schneller aus unserem Umfeld. Klänge von Schreibmaschinen und Walkmans sind heute bereits Geschichte. Das Piepsen eines Modems hört man heute nicht mehr und aus Tastengeräusche an Mobiltelefonen sind heute kaum noch wahrzunehmen.

Damit all diese Klänge nicht in Vergessenheit geraten, hat chun+derksen, ein Büro für Filmproduktion und Kommunikationsdesign, das Projekt „conserve the sound“ gestartet. Ein öffentlich geförderte Website, auf der Tonkonserven von technischen Gerätschaften aus der Vergangenheit abrufbar sind.

Viel Spaß auf der historischen Klangreise: http://www.conservethesound.de/

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Klänge sehen

Blogbeitrag gepostet am 26.11.2014

Nigel Stanford hat sein neues Musikvideo voll und ganz akustischen Experimenten gewidmet: Er visualisiert mit unterschiedliche Mitteln Schall. Das ist eigentlich nichts besonderes, alle Experimente sind so einzeln schon oft zu sehen gewesen. In diesem Video wird das ganze jedoch zu einem Gesamtkunstwerk:

Wie laut ist eigentlich kochendes Wasser?

Blogbeitrag gepostet am 06.12.2013

Lautstärke kochendes WasserManchmal gibt es Fragen von Kunden, die klingen einfach, bringen einen jedoch richtig zum Schwitzen. So die Frage von heute: „Welche Lautstärke hat kochendes Wasser?“

Wir hätten es uns denken können: Unser Kunde hatte selber zuvor gegoogelt und in einschlägigen Suchmaschinen nichts dazu gefunden. Ebenso ging es uns. Also starteten wir einen Selbstversuch und staunten nicht schlecht: Ein mittelgroßer Topf wurde halb mit Wasser gefüllt und zum kochen gebracht. Ein Schallpegelmesser lieferte die Lautstärkemessung.

LeisetreterDas stolze Ergebnis: Kochendes Wasser in einem mittelgroßen Topf ist 70 Dezibel laut. Mehr als wir gedacht hätten. Und auf einem Induktionsherd kommen noch die Herdgeräusche hinzu.

Fisch mit Gehörschutz: Der Bootsmannfisch

Blogbeitrag gepostet am 30.10.2013

Bootsmannfisch mit natürlichem GehörschutzBootsmannfische sind Stachelflosser mit einer Länge von bis zu 40 Zentimeters. Die männlichen Vertreter dieser Gattung stoßen während der Laichzeit laute Brummgeräusche aus, um die Weibchen zum Laichen zu animieren. Dabei erreichen die männlichen Bootsmannfische Lautstärken, bei denen sie selbst vermutlich innerhalb kurzer Zeit schwerhörig würden. Um dies zu verhindern hat die Natur einen natürlichen Gehörschutz realisiert: Stößt der männliche Fisch ein Brummsignal aus, so wird gleichzeitig ein Signal an die Hörsinneszellen des Tieres gesendet, welches die Empfindlichkeit für diesen Hörbereich herabsetzt und damit das Gehör schützt.

Das tiefe Brummen von 100 Herz bringt nicht nur Schiffswände zum Vibrieren. Während der Laichzeit kann das von der Schwimmblase erzeugte Signal bei mehreren beieinander brummenden Männchen zu einer erheblichen Lärmbelastung führen. So geschehen in Südengland.

LeisetreterDas Gehör der Bootsmannfischweibchen ist nicht weniger überraschend ausgestattet: Erst der erhöhte Östrogenspiegel währen der Laichzeit sorgt für eine Öffnung der Ohren und damit für eine Empfindlichkeit für das Brummen der Männer. Intelligente Gehörschutzlösungen aus der Natur!

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